Prof.in Dr.in Barbara Stauber (sie/ihr)
Qualifikationen
Magisterstudium Politologie und Philosophie, Promotion in Erziehungswissenschaft zur Lebensgestaltung alleinerziehender Mütter in ländlichen Regionen, Habilitation zu Selbstinszenierungen junger Erwachsener in Jugendkulturen.
Nach dem Studium freiberufliche Sozialwissenschaftlerin bei IRIS (Institut für regionale Innovation und Sozialforschung) e.V., dort Aufbau der European Group for Integrated Social Research (EGRIS) und vielfältige EU-Forschungsprojekte; Mitgründerin von tifs e.V.
Seit 2007 Professorin für Erziehungswissenschaft/ Sozialpädagogik an der Universität Tübingen.
Arbeitsschwerpunkte
- Biografische Übergangsforschung
- Intersektionale Perspektiven mit besonderem Schwerpunkt auf Gender und Rassismuskritik
- Jugend, junges Erwachsensein, jugendkulturelle Praktiken
- Zeitlichkeiten / temporalities
- Rekonstruktive Forschungsmethodologie
Forschungsprojekte und Erfahrungen
Seit vielen Jahren beschäftigen mich Übergänge im Lebenslauf – ein Schwerpunkt, der sich in der Kooperation mit Prof. Dr. Andreas Walther (Goethe-Universität Frankfurt) in den letzten Jahren immer weiter ausgebaut hat. Gemeinsam sind wir Sprecher*innen des DFG-Graduiertenkollegs Doing Transitions mit inzwischen über 50 Kollegiat*innen und 11 professoralen Kolleg*innen an den beiden Standorten Frankfurt und Tübingen, wir geben im Barbara Budrich Verlag die Reihe „Reflexive Übergangsforschung“ heraus und publizieren national wie international zu einer relationalen Übergangsforschung, die für die (intersektionale) Herstellung von Differenz sensibel ist. Dabei interessieren mich auch deren grundlagentheoretische, sozial-pädagogisch-praktische, sowie methodologische Fragestellungen.
Zusammen mit Maria Bitzan bin ich im Vorstand des tifs. Ich engagiere mich themenbezogen – in der Akquise, der Projektentwicklung und der Durchführung von Forschungsprojekten (zuletzt bei einem Projekt im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums zu den gender-bezogenen Aspekten des Crystal Meth-Konsums von Frauen sowei bei der Erstellung eines Wissens-Hub für die Bundesstiftung Gleichstellung). Zusammen mit den tifs-Kolleg*innen konzipiere ich tifs Veranstaltungen wie die sporadisch stattindenden Tagungen oder die unterschiedlichen Veranstaltungsformate unserer Gender-Forschungssalons, und beteilige mich an tifs-Publikationen – zuletzt bei der Broschüre zu einem erweiterten Begriff von Vereinbarkeit.
Auswahl von Projekten
- Crystalkonsum von Frauen, gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit (15. 06. 2016 - 31. 12. 2017). Ziel des Forschungsprojekts war es, über Interviews mit ehemaligen und aktuellen Crystal Meth-Userinnen die Begleitumstände und Motive für ihren Drogenkonsum in Erfahrung zu bringen, um die Angemessenheit bisheriger Unterstützungsangebote zu überprüfen und diese weiterzuentwickeln.
- Gender- und Diversitätsaspekte bei der professionellen Unterstützung von Drogenkonsumierenden mit Fokus auf Crystal Meth – Fortsetzung des genannten Projekts (wiederum gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit); Laufzeit: 01.04.2020 bis zum 30.11.2021.
- Erstellung eines „Wissens-Hub“ für die Bundesstiftung Gleichtellung. Ziel dieses Projektes, das 2022 durchgeführt wurde, war es in intersektionaler Perspektive und unter Einbezug analoger und digitaler Quellen eine solide Wissensbasis im Themenbereich Gleichstellung zu schaffen.
Mitgliedschaften und Netzwerke
Ich bin Mitglied in der Kommission Sozialpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), Mitglied in der Sektion Jugendsoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), im Beirat des Projekts „Care Leaver - Wege in die Selbständigkeit“ von kit Jugendhilfe, im Netzwerk Qualitative Sozialforschung der WiSo-Fakultät der Universität Tübingen, und hier im Koordinationsteam der Spring Schools zum qualitativen Forschen, und Mitglied im Netzwerk rassismuskritische Migrationspädagogik Baden-Württemberg.