Dr.in Gerrit Kaschuba (sie/ihr)
Geschäftsführerin des Forschungsinstituts tifs, sozialwissenschaftliche Untersuchungen und Evaluationen, Begleitung von Projekten bei Konzeptentwicklungen sowie Organisationen bei Um- und Neuorientierungsprozessen; Fortbildungen und Supervisionen.
Qualifikationen
Studium der Diplompädagogik an den Universitäten Bielefeld und Tübingen (1984 Diplom), Promotion an der Universität Tübingen in Erziehungswissenschaft/ Erwachsenenbildung (1998), Qualifizierung im Bereich Sprachdidaktik „Deutsch als Fremdsprache“ (1985), Video (1987-1989), Themenzentrierter Interaktion (TZI), Fortbildung zur Supervisorin in der Akademie Remscheid (Abschluss 2000).
Arbeitsschwerpunkte
Fortbildung/ Training:
Über meine Tätigkeit als Bildungsreferentin in einer Organisation der Entwicklungszusammenarbeit Mitte der 1980er Jahre lernte ich Gender Trainings in der internationalen Zusammenarbeit und Bildung kennen. Die Konzepte habe ich auch auf Basis der Erfahrungen in der politischen und feministischen Bildungsarbeit in Deutschland gemeinsam mit anderen bezogen auf den bundesrepublikanischen Kontext weiterentwickelt. Die Fortbildungen fokussieren Gender und Diversität in einer intersektionalen Perspektive mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen (z.B. Haltung von Fach- und Führungskräften, gender- und diversitätsbewusste Methodik und Didaktik, Sprache, Mentoring) und finden für verschiedene Organisationen wie Hochschulen, Erwachsenenbildung, kommunale Verwaltung, freie Träger, Unternehmen, Gewerkschaften, Jobcenter, Agentur für Arbeit, Länder- und Bundesministerien, kirchliche Einrichtungen und in der Entwicklungszusammenarbeit statt.
Forschungs- und Praxisprojekte:
Ich führe wissenschaftliche Untersuchungen und Evaluationen zu verschiedenen Themenbereichen durch:
- Fort- und Weiterbildung, gender- und diversitätsbewusste Didaktik
- Arbeit (z.B. Teilzeit, Vereinbarkeit Erwerbs- und private Care-Arbeit)
- Migration und Flucht
- Queere Personen
- Gender, Diversität und Intersektionalität
- Gleichstellung, Gender Mainstreaming und Diversity Politics
- Diskriminierung
Beispiele:
- Evaluation der Charta zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Tübingen (2024) Inklusion in Frauenhäusern (2024)
- Queeres Leben in der Arbeitswelt (2023)
- netzwerk medien.vielfalt! Der Aufbau eines Netzwerks geflüchteter Medienschaffender (2022)
- Die Konsument*innen in ihrer Komplexität wahrnehmen. Intersektionale Anregungen für die Arbeit mit drogenkonsumierenden Klient*innen (2022)
- WoGe – Gesundheitliche Versorgung für Menschen in Wohnungsnot (2017-2019)
- Angebote in der Jugendarbeit für LSBTTIQ-Jugendliche in Baden-Württemberg (2015-2016)
- Gleichstellungspolitischer Auftrag der Bundesagentur für Arbeit im SGB III – Umsetzungsstand und Handlungsempfehlungen“ in Kooperation mit dem ISG und lAW (2012 – 2013)
- GeKom – Gender-Kompetenz im kommunalen Raum (2007 – 2010)
Supervision und Organisationsentwicklung:
Ich biete Supervision für Einzelpersonen und Teams in verschiedenen Institutionen (z.B. Beratungsstellen, Frauenhäuser, Gemeinwesenarbeit, Jugendhilfe, Gesundheits- und Bildungsbereich) an sowie Organisationsentwicklung und wissenschaftliche Supervision.
Mein Ziel ist es, Entwicklungs- und Veränderungsprozesse kompetent zu begleiten und berufliches Handeln weiterzuentwickeln. Der Ansatz integriert systemische Sichtweisen, Gestaltarbeit, die Berücksichtigung von strukturellen Kontextbedingungen, Erkenntnisse der Geschlechter- und Diversitätsforschung und Aspekte der Organisationsentwicklung. Dabei geht es um eine qualifizierte Förderung der Potentiale der beteiligten Menschen und Organisationen.
Mitgliedschaften und Netzwerke
Netzwerk Gender Training, GMEI (Gender Mainstreaming Expertinnen International), Verband baden-württembergischer Wissenschaftlerinnen, Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft und der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Netzwerk Gleichstellung Baden-Württemberg